Mädchen mittdendrin

Diese Diashow benötigt JavaScript.

6. Mädchen-Fußball-Turnier im Rahmen des Projektes „Mädchen mittendrin“

Große Fußballbegeisterung von Mädchen im Kennedypark

Sieger nach Elfmeterschießen ist die GGS Driescher Hof vor der KGS Luisenstraße und der KGS Bildchen.
Aachen. 150 Fröhlich kickende Mädchen, Sonnenschein, Spaß am Sport und ein gelungener Austausch: Das 6. Mädchen-Fußball-Turnier im Rahmen des Projektes „Mädchen mittendrin – mehr Chancen für Mädchen durch Fußball“ war ein großer Erfolg für den ausrichtenden Aachener Förderverein Integration durch Sport. Geschäftsführerin Uschi Brammertz eröffnete das Turnier gemeinsam mit dem Vorsitzenden Hans-Georg Suchotzki und Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt.

„Das Projekt greift die große Fußballbegeisterung von Mädchen auf. Die Arbeitsgemeinschaften sind kostenfrei. Regelmäßige Turniere bieten den Anreiz, sich in einem bekannten Raum auszuprobieren und dort die in den Arbeitsgemeinschaften erworbene Taktik und Technik in die Praxis umzusetzen“, erklärte Conradt. Organisiert und betreut wurde das Turnier in Kooperation mit dem VfR Aachen-Forst und den ausgebildeten jugendlichen Fußballassistentinnen und Trainerinnen, sowie dem Helene-Weber-Haus, das für die gesunden Snacks sorgte, und dem Spielhaus im Kennedypark, das die Umkleidemöglichkeiten und die Sanitäranlagen zur Verfügung stellte.

Und natürlich pfiff auch ein richtiger Schiedsrichter das erste Spiel an, nämlich die Begegnung zwischen der KGS Luisenstraße und der KGS Düppelstraße. Weitere teilnehmende Schulen waren die KGS Passstraße, die Maria-Montessori-Grundschule Mataréstraße, die GGS Driescher Hof, die KGS Bildchen und erstmals die GGS Brander Feld. Die Luisenstraße war sogar mit zwei Mannschaften vertreten, denn dort machen viele Mädchen mit.

„Die Schülerinnen würden sich sonst gar nicht begegnen, weil sie immer nur in ihren Quartieren unterwegs sind. Für den heutigen Wettkampf sind sie hoch motiviert, nach der langen Zeit des Trainings in den Schulen“, erklärte Brammertz. Wichtig ist ihr und ihrem Team der Fair-Play-Gedanke. „Freude und Trauer, etwa über einen entgangenen Sieg, das schweißt zusammen. Fußball fördert das kognitive Denken. Und heute, wo viele Eltern und Familienmitglieder zuschauen, sind die Mädchen zusätzlich motiviert“, freut sich Brammertz. Übers Megaphon sagt Hans-Georg Suchotzki die Spiele an. Jede Schule hat drei Spiele von jeweils acht Minuten. Wenn bei „Mädchen mittendrin“ fröhlich gekickt wird, merkt man keine Unterschiede. „Unser Projekt ist hoch integrativ und inklusiv, denn auch Kinder, die sonst eher ein Zappelphilipp sind oder eine Behinderung haben, machen mit“, betont Brammertz.

Sieger nach Elfmeterschießen ist die GGS Driescher Hof vor der KGS Luisenstraße und der KGS Bildchen – aber jede Schule bekam einen Pokal und jedes Mädchen eine Medaille. Und mit einem ausgelassenen Grillfest klang der sportliche Nachmittag aus.

Die Arbeitsgemeinschaften an insgesamt sieben Grundschulen bieten den teilnehmenden Schülerinnen seit Jahren den idealen Einstieg in den Mädchenfußball. In ihrem unmittelbarem Sozialraum und einer ihnen vertrauten Gruppe können sie dem runden Leder nacheifern und bekommen die Taktik und Technik des Sports vermittelt. Über Pfingsten steht wieder ein großes gemeinsames Camp aller beteiligten Schulen in Simmerath in der Eifel an.

Nina Krüsmann